Hollywood auf schwäbisch

Staufersaga1.300 Akteure zählte die Erstaufführung der Staufersaga in Schwäbisch Gmünd. Ein spektakuläres Aufgebot an historischen Gewändern, mittelalterlichen Waffen und alten Gebräuchen.  Fahnenschwinger, Schwertkämpfer und Bogenschützen, Barden, Sänger, und Fanfarenbläser, ein Seneschall und ein Mundschenk, Kaiser, Grafen und Priester, Hofdamen, Schildknappen und Kettenhemdträger, muslimische Sarazenen im Kampf gegen die christlichen Kreuzritter – Schwäbisch Gmünd feierte mit einer gewaltigen Inszenierung 850 Jahre Stauferstadt Schwäbisch Gmünd.

Staufersaga1162 wird Gmünd erstmal urkundlich erwähnt und nennt sich damit mit Fug und Recht älteste Stauferstadt. Die Staufer, Herrschergeschlecht des Herzogtums Schwaben, stellten im Hochmittelalter eine Reihe Deutscher Könige und Kaiser – Friedrich Barbarossa und Friedrich II, der „stupor mundi“, sind die bekanntesten. In neun Szenen lässt die Staufersaga die Geschichte der Staufer und das Leben an ihrem Hofe, die Feste, Kämpfe und Kreuzzüge auferstehen. Ein monumentaler Aufwand an Mensch und Material, der Historienepen aus Hollywood durch seinen Live-Charakter noch übertrifft und nur durch das Engagement zahlreicher Bürger und Bürgerinnen in Schwäbisch Gmünd möglich wurde.

Künftig wird die Staufersage alle zwei Jahre lebendig. Im Jahr 2014, wenn die Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd ihre Heimat findet, ist die nächste Aufführungsperiode geplant.