Viel Wald, gute Luft und ausreichend Fußballplätze

In Ostwürttemberg gibt es 85.571 Hektar Wald. Da stellt sich die Frage: Ist das jetzt viel oder eher wenig? Nun, immerhin 40 Prozent der Gesamtfläche unserer Region bestehen aus Wald. Anders ausgedrückt und sehr grob gerechnet bedeutet dies eine Fläche von ungefähr 120.000 Fußballplätzen, die bei uns mit Wald bedeckt ist. Hinzu kommen natürlich einige Hundert richtige Fußballplätze, die allerdings in der Regel nicht mit Bäumen bepflanzt sind.

Und weil Statistik manchmal so wunderschön ist, kann man schlussfolgern, dass in Ostwürttemberg durchschnittlich jeder Einwohner eine Fläche Wald für sich beanspruchen kann, die ungefähr ein Viertel eines Fußballplatzes bemisst. Mit dem Viertel eines Fußballplatzes kann der Mensch relativ wenig anfangen, mit einer Fläche Wald von dieser Größe hingegen viel. Man muss in Deutschland weit suchen, allenfalls in einigen verwunschenen Schwarzwald-Gemeinden kommt man auf solche Werte. Der enge Zusammenhang zwischen Waldfläche und Fußballplätzen schlägt sich in Ostwürttemberg signifikant nieder, beispielsweise in einem Verein der 2. und einem der 3. Bundesliga, was vom Schwarzwald nicht bekannt ist.

Statistisch schwerer zu erfassen ist das Ausmaß an Lebensqualität, das uns der ostwürttembergische Wald beschert. Gute Luft, klar und rein. Schier endlose Erholungsräume. Das Staunen über und die Freude an Pflanzen und Tieren. Ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Und – gar nicht zu vermessen – etwas sehr Schönes für Seele und Gemüt. Wie sagt der Dichter: „Der Wald steht schwarz und schweiget/Und aus den Wiesen steiget/Der weiße Nebel wunderbar.“  Matthias Claudius, der dies schrieb, stammt nicht aus Ostwürttemberg, war auf Fußballplätzen eher nicht zu Hause, hat das aber sehr schön gesagt.